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Motiv

Wege von Geflüchteten an deutsche Hochschulen (WeGe)

Willkommen auf der Homepage des WeGe-Projekts

Wir untersuchen die Studienvorbereitung und die Bedingungen des erfolgreichen Hochschulzugangs für Geflüchtete in Deutschland.

Auf dieser Seite können Sie sich über unsere Studie informieren und aktuelle Meldungen verfolgen. Für Teilnehmende wird es die Möglichkeit geben, Kontaktdaten zu aktualisieren. Zudem werden wir Sie hier über Ergebnisse, Publikationen und anstehende Veranstaltungen des Projekts informieren.

WeGe Flyer

Studium gleich Integration? Symposium vom 10. bis 12. Juli 2019 in Hannover

In einer Woche beginnt das Symposium "Studium gleich Integration? Integrationsdynamiken und Kompetenzen in der deutschen Hochschullandschaft am Beispiel Geflüchteter", das von der VolkswagenStiftung gefördert wird. Veranstalter sind das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, vertreten durch Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans (wissenschaftliche Geschäftsführerin) und Jana Berg (Projekt "WeGe"), und die Berlin Refugee Research Group, vertreten durch Prof. Dr. Bernhard Streitwieser (George Washington University, Washington D.C.).

Wissenschaftler*innen aus den Bereichen der Bildungs-, Flucht- und Integrationsforschung, sowie ausgewählte Expert*innen diskutieren zum Studienzugang für Geflüchtete, zu organisationalen und institutionellen Kontexten und zum Vergleich mit diversen anderen Studierendengruppen. Dabei liegt der Fokus auf der Situation in Deutschland, die darüber hinaus auch im internationalen Vergleich betrachtet wird. Eine Besonderheit bildet ein Panel, in dem Studierende und Akademiker*innen mit Fluchterfahrung über Bedingungen und Möglichkeiten der Integration durch ein Studium debattieren. Das Programm des Symposiums finden Sie hier. Im Rahmen des Symposiums werden auch neuste Ergebnisse aus unserem laufenden Forschungsprojekt WeGe präsentiert. Ein Vortrag nimmt die Lernstrategien von Teilnehmer*innen an Studienkollegkursen unter die Lupe. Ein Poster zeigt zusammenfassend Ergebnisse qualitativer Interviews mit Geflüchteten und Expert*innen sowie der ersten Fragebogenerhebung unter Teilnehmer*innen in Vorbereitungskursen.

Programm

Poster

StS / MG

Welche Faktoren können zu Abbruchgedanken führen und die selbstwahrgenommenen Erfolgsaussichten beeinflussen?

Eine zentrale Fragestellung die uns im WeGe-Projekt beschäft ist diejenige nach den Voraussetzungen für einen erfolgsreichen Übergang aus der Studienvorbereitung ins Studium. Mit ersten quantitativen Daten aus unserem Study Preparation Survey können wir nun bereits untersuchen, wovon es abhängt, ob geflüchtete und andere internationale Studierende an den Abbruch der Studienvorbereitung denken und wie sicher sie sich sind, die Prüfung am Ende der Studienvorbereitung zu bestehen. Erste Ergebnisse konnten wir auf der 1. International User-Conference des Forschungsdatenzentrums des DZHW vorstellen und mit internationalen Hochschulforscher*innen diskutieren. Viele Dank an dieser Stelle für die konstruktiven Rückmeldungen zum Vortrag. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass geflüchtete Studieninteressierte ihre Erfolgsaussichten keineswegs schlechter einschätzen als andere internationale Studierende. Allerdings denke sie etwas häufiger daran, die Studienvorbereitung abzubrechen. Wir bereiten unsere Analysen gerade weiter für die Veröffentlichung in einem Sammelband vor und freuen uns darauf, hier bald weitere Ergebnisse präsentieren zu können.

MG

Vortrag auf der Frühjahrstagung der Sektion Bildung und Erziehung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)

Studienfachwahl und Zugang zum Wunschfach sind wichtige Faktoren für die Aufnahme eines Studiums und den späteren Erfolg im Studium. Eine starke Fachbindung erhöht die Studienmotivation und erleichtert das Festhalten am Ziel des Studiums, auch bei attraktiven Alternativen wie beispielsweise einer Berufsausbildung. Falls Studierende kein Studium in ihrem Wunschfach aufnehmen (können), steigt dagegen die Wahrscheinlichkeit des Studienabbruchs. Es ist sinnvoll, diese Zusammenhänge bereits in der Studienvorbereitung von internationalen Studierenden mit und ohne Fluchterfahrung zu untersuchen, weil in dieser Gruppe das Risiko des Studienabbruchs besonders hoch ist.

Wir haben die Studienfachaspirationen von Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern mit und ohne Fluchterfahrung analysiert und danach gefragt, 1) welche Gründe es für eine mögliche Abweichung zwischen Wunschfach und voraussichtlichem Studienfach gibt und 2) welche Erklärungen sie selbst dafür geben. Wir haben die erste Welle des Study Preparation Survey ausgewertet, für den insgesamt 1019 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 74 Vorbereitungskursen befragt wurden. Hierzu fragten wir sowohl nach dem persönlichen Wunschfach, als auch nach dem Studienfach, das sie nach dem (erfolgreichen) Abschluss der Studienvorbereitung voraussichtlich studieren werden. Zusätzlich haben wir elf episodische Interviews mit geflüchteten Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern ausgewertet, die wir in unserer Vorstudie durchgeführt haben.

Die Übereinstimmung oder Abweichung zwischen Wunschfach und voraussichtlichem Studienfach wird durch die Anerkennung von Abschlüssen und Studienleistungen sowie Zulassungsbeschränkungen mitbestimmt. Darüber hinaus wirken sich neben bisherigen Bildungswegen und bildungsbiografischen Ressourcen auch soziales Kapital und Informationen auf die Zugangschancen ins Hochschulstudium aus.

StS